Inselexkursion Borkum

Entdecke die Vielfalt der Nordsee mit mir!

Die Insel Borkum bietet alles, was man sich unter Nordsee vorstellt: endlose Sandstrände, Dünen, Salzwiesen, Deiche, Watt und weitläufiges Offenland. Dazu kommt eine vielfältige Vogelwelt, die im Frühjahr durch zahlreiche Brutvögel sowie die Ausläufer des Vogelzugs besonders interessant wird.

Trotzdem steht Borkum fotografisch noch im Schatten populärerer Inseln wie Helgoland oder Sylt. Für mich macht gerade das die Insel spannend. Die vielen unterschiedlichen Lebensräume auf engem Raum machen Borkum zu einer kleinen Wundertüte – und ich möchte Dich einladen, sie gemeinsam mit mir zu entdecken.

Was ist geplant und wie ist der Ablauf?

Datum: 28.04. - 02.05.2027

Gruppengröße: max. 5 Teilnehmer

Der fotografische Schwerpunkt liegt auf der Vogelfotografie, jedoch nicht ausschließlich. Der Reisezeitraum ist so gewählt, dass bereits viele Brutvögel angekommen sind, aber der Vogelzug noch immer stattfindet, was es doppelt spannend macht.

Jeder Tag besteht grundsätzlich aus einer Morgen- und einer Abendsession, da wir natürlich das beste Fotolicht mitnehmen wollen. Das kann auch schon mal sehr frühes Aufstehen bedeuten, wenn wir vor Sonnenaufgang bereits vor Ort sein wollen. Dazwischen bleibt auch ausreichend Zeit um Bilder zu sichern, gemeinsam zu besprechen, eine Siesta zu machen oder die Insel auf eigene Faust (auch mal ohne Kamera) zu erkunden.

Neben Landschaftsfotografie ist auch, wenn wir eine sternenklare Nacht bekommen, Milchstraßenfotografie möglich, denn wir haben keinen störenden Mond zu dieser Zeit. Ich habe Borkum in den letzten Jahren mehrfach besucht, zuletzt 2026, und kenne mich daher schon gut aus und weiß, an welchen Stellen die Chancen auf Tierbegegnungen gut sind oder wo man ein schönes Landschaftsbild machen kann.

Dabei möchte ich bewusst keinen starren Zeitplan vorgeben, da es ein Outdoor-Workshop ist und wir als Naturfotografen nach den Regeln der Natur spielen müssen. Denn wenn es gerade richtig gut läuft, will ich niemanden vom Motiv wegreißen, nur weil der Plan sagt: Frühstück um 08:30 Uhr (aber keine Sorge: Ich lasse niemanden verhungern!)

Die Insel bietet viele Chancen, Motive und Möglichkeiten - es wird aber kein Selbstläufer. Wir fotografieren, was die Natur uns gibt.

Auf Borkum gibt es keine Foto-Hides, Futterstellen oder Ansitzhütten. Wir müssen uns unsere Bilder draußen in der Natur erarbeiten.

Das macht hier den Reiz aus, bedeutet aber auch: Die Distanzen können groß sein und die Tiere springen uns nicht immer auf den Schoß. Natürlich sind mit etwas Glück auch formatfüllende Freisteller möglich. Häufiger werden wir aber Vögel in ihrem Lebensraum fotografieren – im Watt, in den Salzwiesen, zwischen den Dünen oder am Strand. Wir können mit Landschaft und Tier im selben Bild arbeiten, minimalistische Aufnahmen versuchen, Gegenlicht nutzen oder einfach beobachten, was sich entwickelt und kreativ werden.

Und ja: Es kann auch einmal passieren, dass wir bei herrlicher Morgenstimmung unterwegs sind, wo es noch menschenleer ist und nur die frische Nordseebrise uns um die Nase weht - und wir nur wenige gute Fotos mit nach Hause nehmen. Das ist kein Fehler des Workshops, sondern Teil der Naturfotografie. Denn auch bei bestmöglicher Planung und Ortskenntnis kann ich leider keine Bestellung aufgeben für jeden Morgen goldenes Licht mit 10 Brachvögeln in 5 Meter Entfernung.

Alle Fotos auf dieser Seite habe ich auf der Insel gemacht.

Welche Vogelarten sehen wir da?

Wunscharten - dafür werden wir aber Glück brauchen:

Sumpfohreule (eines der größten Brutvorkommen in Deutschland - aber dennoch keine Massen), Sand- und Seeregenpfeifer, Zwergseeschwalbe.

Sehr wahrscheinlich:

Großer Brachvogel, Kiebitz, Austernfischer, Graugans, Brandgans, Löffler, verschiedene Möwen, Rauchschwalbe, Uferschwalbe (evtl. an der Brutwand), Schwarzkehlchen, Rohrweihe, Mäusebussard, Reh, Kaninchen, Damwild, Eiderente, Seehund (wohl aber nur weit weg), Uferschnepfe, Bekassine, verschiedene weitere Limikolen, Feldlerche, Singdrossel, Rohrsänger bzw. Schilfbewohner - und wer weiß, wen noch: Gerade zur Zugzeit kann es Überraschungen geben. Das ist nur eine Auswahl.

Dieser Workshop ist etwas für dich, wenn du…

  • Lust hast, eine Insel mit all ihren Lebensräumen zu entdecken und viele fotografische Möglichkeiten auch jenseits der formatfüllenden Freisteller auszuprobieren

  • ornithologisch interessiert bist und dich an der Nordsee wohl fühlst

  • einen Fotoausflug nicht als Reinfall betrachtest, wenn einmal nicht dein Wunschbild dabei war und es vielleicht “nur” bei einer Beobachtung geblieben ist

  • deine Kamera sicher beherrschst (natürlich gebe ich gerne Tipps und Hilfestellungen, aber es erfolgt keine fotografische Grundausbildung a la “Dieser Knopf regelt die Blende”)

  • flexibel und anpassungsfähig bist, dich auf Wetterverhältnisse einzustellen und nicht einen durchgetakteten Stundenplan brauchst

  • körperlich so weit fit bist, dass du am Tag mind. 5 km zu Fuß und bis zu 20 km per Fahrrad zurücklegen kannst (keine Panik: In mehreren Etappen, nicht am Stück. Und wir fahren natürlich E-Bike, damit uns auch eine steife Brise nichts anhaben kann!)

  • eine grundsätzlich positive Einstellung hast und gerne mit Gleichgesinnten unterwegs bist.


Was kostet das?

Der Workshop kostet pro Person 980,- € .

Im Preis enthalten:

  • 4 Übernachtungen in einem eigenen Apartment / einer kleinen Ferienwohnung

  • Kurtaxe

  • Ticket für die Fährüberfahrt ab Emden oder Eemshaven

  • E-Bike für die komplette Zeit

  • Bildbesprechung, Bildbearbeitungs-Sessions in der fotofreien Zeit - je nach Bedarf in der Gruppe oder individuell

  • Orga und fotografische Betreuung durch Jochen

  • Unterstützung bei der Planung im Vorfeld (Tipps zur Anreise, Packliste etc.)

  • Videocall zur Ergebnisbesprechung ein paar Wochen später

Nicht enthalten ist:

  • An- und Abreisekosten bis zum Fähranleger am Festland

  • Verpflegung

  • ggfs. Stellplatzkosten für dein Auto am Fähranleger

  • persönliche Ausgaben (z.B. Reiserücktritts- oder -krankenversicherung)


Noch Fragen? Hier sind bereits ein paar Antworten:

Welche Brennweiten brauche ich?
Für Vogelfotos sind bis zu 600mm gut (an Vollformat gerechnet) - wenn du mehr hast, darf es auch mehr sein. Die größte Flexibilität bietet hier ein Zoom-Objektiv. Für Milchstraße braucht es ein lichtstarkes Weitwinkel mit 24mm oder weniger und f2.8 oder offener.

Kannst du mir mehr über die Unterkunft sagen?
Jeder hat eine eigene kleine Ferienwohnung und alle Wohnungen sind im selben Haus. Dadurch sind wir alle nah beisammen und jeder hat dennoch zu 100% seinen privaten Bereich. Die Wohnungen kenne ich aus eigenen früheren Besuchen und habe mich sehr wohl gefühlt. Sie sind jeweils mit einer gut ausgestatteten kleinen Küche ausgerüstet, eigenem Bad, Schlaf- und Wohnbereich, TV und WLAN. Das finde ich wesentlich besser als nur ein Hotelzimmer. Bettwäsche und Handtücher inklusive natürlich.

Wie sieht denn so ein ungefährer Tag aus?
Den starren Zeitplan gibt es wie gesagt nicht, aber in der Regel (Abweichungen ausdrücklich vorbehalten) wird es etwa so ablaufen:
4:30 aufstehen
5:00 ab aufs Rad und los
5:30 vor Ort, erkunden, scouten, fotografieren
09:00 Rückfahrt in die Unterkunft oder direkt in die Stadt, einkehren zum Frühstück
10:00 Zeit zur freien Verfügung / eigene Inselerkundung / Bildbesprechung / Mittagsschlaf etc.
17:00 Ab aufs Rad zur Abendsession
17:30 vor Ort
21:00 Sonnenuntergang, Rückfahrt nach Hause, Abendessen

Wird das Licht morgens sehr schnell hart, gehen wir früher - bleibt es gut, weil z.B. ein paar Wolken aufziehen, bleiben wir länger.

Wann essen wir etwas?
Eine zentrale Frage natürlich :-) Im besten Fall frühstücken wir ausgiebig nach der Morgentour und abends entweder nach der Fotosession oder - wenn es z.B. ein sehr sonniger Tag und das Licht noch lange recht hart ist - auch vor der Abendsession. Es empfiehlt sich, je nach eigenem Bedarf, sich auch im Supermarkt ein bisschen einzudecken und sich ein paar “Pausenbrote” mitzunehmen für unterwegs, wenn der kleine Hunger kommt. Da ich uns nicht von den Essenszeiten abhängig machen möchte, bleiben wir auch hier flexibel.

Wie kommen wir auf die Insel?
Mit der Fähre ab Emden oder Eemshaven (Niederlande). Die Reederei heißt “AG Ems” und bietet täglich mehrere Fahrten an. Für den An- und Abreisetag (28.04. + 02.05.) kannst du dir selbst die Verbindung buchen, die für deine Anreise am besten passt. Das Ticket erstatte ich dir dann im Anschluss.

Ist Borkum autofrei?
Jein. Aber wir brauchen kein Auto vor Ort und es ist teuer, das Auto mit auf die Fähre zu nehmen. Du kannst es gegen Gebühr direkt am Fährhafen abstellen. Vom Anleger auf Borkum bringt uns ein kleiner Zug in die Stadt und die letzten Meter zur Unterkunft laufen wir. Man kann auch sein Gepäck am Schalter aufgeben, dann bringen die Fährmänner das direkt zur Wohnung (gegen Gebühr). Alles easy.

Hat das Fahrrad einen Korb? Ich will den Fotorucksack nicht die ganze Fahrt auf dem Buckel haben.
Ja. Je nach Größe deines Rucksacks ist aber auch ein Korb vielleicht zu klein. Man kann für einen moderaten Aufpreis beim Fahrradverleih sich einen kleinen Anhänger mieten, wenn man Sorge hat, dass es sonst mit dem Equipment zu viel wird. Aber ich empfehle generell: Weniger ist mehr! Eine genauere Empfehlung, was man mitnehmen sollte, bekommst du rechtzeitig vor Beginn von mir.


Was ist bei schlechtem Wetter?
Du kennst den Spruch: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Wir werden immer rausgehen, soweit es möglich ist. Sollte es wirklich von morgens bis abends nur regnen, hat man auch mit der besten Kleidung keine Freude, dann müssen wir zwangsweise Fotopause machen. Wir finden dann auch aber Möglichkeiten, uns indoor zu beschäftigten. Dieses Risiko hat man eben bei einer Outdoor-Veranstaltung.

Muss ich bei allem mitmachen?
Niemand muss irgendwas. Alle Touren sind ein Angebot und solltest du eine Pause brauchen, ist das natürlich möglich.

Wie läuft das mit Bildbesprechung etc. ab?
In der fotofreien Mittagszeit werde ich mich auch mal aufs Ohr hauen oder kurz Besorgungen machen, bin aber ansonsten im Dienste der Gemeinschaft. D.h. ich stehe zur Verfügung für Fotobesprechungen, Bildbearbeitung etc., je nachdem, wer Interesse hat.

Wie anstrengend ist das Ganze? Wandern wir viel?
Ich hab ein paar Wanderungen vor, wo wir 5-10km durchaus machen werden. Die meisten Ausflüge werden aber weit weniger Fußstrecke haben. Wir sind nicht im alpinen Gelände, aber eine grundlegende Fitness solltest du mitbringen. Auf dem Rad dürfte die längste einfache Strecke max. 10 km sein, auch hier eher weniger.


Ich will mit - und jetzt?

Nutze einfach das nachstehende Formular und schreibe mir, wenn du teilnehmen möchtest. Und auch, wenn du noch Fragen hast.

Bitte schreibe mir ein paar Sätze über dich, z.B. ob du so etwas ähnliches schon einmal gemacht hast, mit welchem Foto-Setup du arbeitest oder ob man deine Bilder irgendwo online sehen kann (keine Voraussetzung!).

Ich schicke dir dann eine Bestätigung mit weiteren Infos zu bzw. - sollten alle Plätze vergeben sein - setze ich dich auf die Ersatzbank. Sollten Absagen kommen, werde ich dich dann mit Priorität informieren. 

(Das Absenden des Formulars ist noch kein rechtsverbindlicher Kauf, sondern nur eine Anfrage)